Tag Archives: Krimi

Nachricht von dir – Guillaume Musso

17 Jun

Die Idee, dass sich zwei Menschen zufällig begegnen und es scheint, als hätte das Schicksal sie zusammen geführt ist nicht neu, bietet aber scheinbar immernoch eine Menge Stoff.

Madeline und Jonathan, sie eine pariser Floristin und er ein ehemaliger Sternekoch, stoßen am Flughafen zusammen und stecken aus Versehen das Smartphone der/des jeweils anderen ein. Als sie diese Verwechslung bemerken treiben sie zwei Dinge an. Zum einen die Neugier, wer die Person ist, der das Handy gehört. Zum anderen die Besorgnis, was sich anhand der gespeicherten Daten über sie herausfinden lässt. Je länger sie im Besitz des fremden Telefons sind und Photos, Musik und Mails zu durchstöbern, desto größer wird das Interesse füreinander und beide beginnen in der Vergangenheit der/des anderen zu forschen.

Was bis hierhin nach einem Liebesroman mit absehbarem Ende klingt, entwickelt sich zum Krimi, als die beiden mit ihren Nachforschungen erfolgreich sind. Was hat es mit Jonathans Scheidung auf sich, die ihn beinahe völlig zerstört hätte? Was verbirgt sich hinter dem Fall Dixon, den Madeline in ihrer Zeit bei der Polizei bearbeitete? Die Antwort auf diese Fragen stellt alles auf den Kopf und führt Jonathan und Madeline zusammen (ganz muss man also nicht auf die erwartete Liebesgeschichte verzichten). Beide werden durch die/den anderen mit einem Kapitel ihrer Vergangenheit konfrontiert, das sie bis dahin so gut wie möglich verdrängt haben und stellen sich ihren Traumata.

Guillaume Musso sorgt im Verlauf der Geschichte immer wieder für gelungene Überraschungseffekte, die dem Roman eine gänzlich neue Wendung geben. Diese fügen sich meist gut in den Handlungsverlauf ein, sind an der einen oder anderen Stelle allerdings etwas zu überraschend und aus der Luft gegriffen. Wirklich gut gelingt ihm das Schaffen von Charakteren, die nicht nur Personen sind, sondern Typen mit Ecken und Kanten und alle auf ihre Weise zum Handlungsverlauf beitragen.

Insgesamt ist „Nachricht von dir“ ein Roman, der unbeschwert beginnt, den/die LeserIn jedoch zunehmend mit der traumatischen Vergangenheit der beiden Hauptcharaktere konfrontiert und so eine Spannung erzeugt, die sich erst beim Showdown löst. Ein Buch also, das sich gut für den (Sommer-)Urlaub eignet!

True Blood – Charlaine Harris

30 Mrz

Nachdem ich immer mal wieder von der Vampir-Serie True Blood gehört habe, der Funke aber nie übergesprungen ist, war es nun plötzlich doch so weit. Ich weiß nicht warum, aber letzte Woche packte es mich, die ersten drei Bände der Geschichte um Sookie Stackhouse. Man kann ja viel am Vampir-Hype rund um Twilight herummäkeln, aber es lässt sich nicht leugnen, dass Vampire unglaublich viel Stoff bieten und eine gewisse Faszination ausüben. Kurzum: Ich lese jetzt True Blood!

Hauptperson der Krimireihe ist die junge Kellnerin Sookie Stackhouse, die in einer amerikanischen Kleinstadt bei ihrer Großmutter lebt und zu ihrem Leidwesen über die Gabe (oder ihrer Auffassung nach Behinderung) verfügt, Gedanken lesen zu können – nicht jedoch die von Bill, dem Vampir. Vampire sind rechtlich anerkannt und ernähren sich von Kunstblut, spalten aber die Meinungen der Menschen: Es gibt reaktionäre, die den Vampiren ablehnend gegüberstehen und Vampir-Groupies.

Wie ich zu den Vampiren und der Reihe im Allgemeinen stehe werde ich erst noch herausfinden, ich freue mich aber schon auf’s Lesen!