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Glatte runde Dinger – Martina Brandl

18 Jun

Sabine bricht aus ihrem alten Leben aus und versucht sich ohne Rücksicht auf Verluste, zum Beispiel den ihrer Beziehung oder ihres Jobs, neu zu erfinden. Dabei überwindet sie nach und nach ihre zahlreichen Neurosen und trifft die unterschiedlichsten, außergewöhnlichsten Menschen. Viel mehr kann man zur Geschichte dieses Selbstfindungsromans kaum sagen, viel mehr Geschichte braucht ein Buch wie dieses, das lediglich Anekdoten aneinander reiht, vermutlich auch nicht. Es reicht aus, witzige oder schräge Erlebnisse in einer Art Rahmenhandlung zusammen zu fassen, um ein beschwingtes Buch über eine Frau zu schreiben, die eine Lebenskrise überwindet und diese noch dazu nutzt über ihren eigenen Schatten zu springen.

Allerdings fand ich die Anekdoten nicht witzig, sondern zumeist sehr bemüht. Martina Brandls ironischer Blick auf, aber vor allem durch Sabine war für meinen Geschmack zu gezwungen und die vermeintlich lustigen Schrullen nur nervig, weshalb mir die Hauptfigur durchweg unsympathisch war. (Zu allem Überfluss trifft dieser gewollt ironische Blick auch noch Hannover, worüber ich überhaupt nicht lachen konnte.)

Leider konnte ich mit dem Humor von „Glatte runde Dinger“ nichts anfangen und bin mit diesem Roman einfach nicht warm geworden.

 

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Weihnachtsbücher

27 Dez

Zu Weihanchten habe ich neue Bücher geschenkt bekommen:

Die Niebelungen – Friedrich Hebbel

Dieses Trauerspiel habe ich begleitend zu einem Theaterbesuch des Stückes als Reclam-Heft bekommen und ich werde es zumindest querlesen, um der Inszenierung besser folgen zu können.

Corpus Delicti. Ein Prozess – Juli Zeh

In Corpus Delicti geht es um eine Frau, die die Unschuld ihres Bruders beweisen will und dabei selbst in Konflikt mit dem System gerät. Juli Zeh hat mich bereits mit Spieltrieb und Schilf begeistert, da sie mit scharfer Beobachtungsgabe über unsere Gesellschaft schreibt. Dabei entsteht eine kritische Analyse, die zum Nachdenken anregt.

Glatte runde Dinger – Martina Brandl

Glatte runde Dinger scheint ein leichter Unterhaltungsroman über Aufbruch und Selbstfindung einer jungen Frau zu sein.

Das Einstein-Mädchen – Philip Sington

Eine junge Frau wird im Jahr 1932 bewusstlos aufgefunden und als sie aus dem Koma erwacht fehlt ihr jede Erinnerung. Der Einzige Hinweis ist ein Programmzettel eines Vortrags von Albert Einstein. Anhand dieses Zettels versucht ein Psychiater die Identität des Einstein-Mädchens herauszufinden.